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Allein in NRW weit über 40 Förderverträge 2016

Für weit über 40 Denkmäler in Nordrhein-Westfalen stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) im vergangenen Jahr über 3,1 Millionen Euro zur Verfügung. Bundesweit unterstützte die private Denkmalschutzstiftung 2016 über 490 Projekte mit mehr als 23,7 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus privaten Spenden, Erträgen der DSD-Treuhandstiftungen, Nachlässen, Geldauflagen und nicht zuletzt aus den Erträgen der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die DSD ist.

Zu den 2016er-Projekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen gehörten etwa im Schlosskomplex Harkotten in Sassenberg das Schloss Korff, dessen Ostfassade und Innenwände wiederhergestellt wurden, oder auch die Lukaskirche in Bochum, wo die Stiftung die Restaurierung des Schieferdaches förderte. Der Wallfahrtskapelle Rodentelgen in Arnsberg wurde ebenso Unterstützung zuteil wie der Tüschenbroicher Mühle in Wegberg oder der Zehntscheune Dringenberg in Bad Driburg. Ein besonderes Förderprojekt 2016 war die ehemalige Abtei- und heutige Pfarrkirche St. Nikolaus und St. Medardus in Pulheim, die zwischen 1136 und etwa 1220 als dritter Kirchenbau an dieser Stelle entstand und zu den überregional bedeutenden romanischen Kirchenbauten des Rheinlandes zählt. Dominant ist die ab 1136 errichtete Dreiturmgruppe. Die Innenausstattung der Kirche umfasst unter anderem wertvolle Altäre, Andachtsfiguren, Hochgräber, Beichtstühle und Bilder. Zum siebenstimmigen Kirchengeläut gehört die 1300 gegossene Misericordia-Glocke. Die DSD unterstützte die Dachdecker- und Bleiklempnerarbeiten.

Die DSD fördert Kirchen, Klöster, Schlösser, Bürgerhäuser, technische Denkmäler, archäologische Grabungen und historische Grünanlagen. Die zahlreichen, oft unauffälligen Denkmale aller Gattungen machen – besonders wenn man näher hinschaut – eindrucksvoll deutlich, wie wichtig die engagierte Hilfe Vieler für den Erhalt der deutschen Kulturlandschaften ist. Die Förderung der Denkmalschutzstiftung versteht sich daher auch immer als eine Anerkennung des beispielhaften Bemühens der Denkmaleigentümer, Fördervereine, Kommunen und Gemeinden bei ihrem Einsatz für diesen kulturellen Erinnerungsschatz, um gerade in diesem Jahr auf Luthers Begriffsformung anzuspielen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz setzt sich seit 1985 Jahren bundesweit kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Denkmale ein. Für rund 5.000 Denkmale stellte sie in dieser Zeit über eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung. Die vielfältigen Aktivitäten der Denkmalschutzstiftung umfassen zudem eine intensive Bildungsarbeit mit pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen, Fort- und Weiterbildungen für denkmalpflegerische Berufe und auch die bundesweite Koordination des „Tags des offenen Denkmals“.
Weitere Infos und Beispiele unter www.denkmalschutz.de.