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Dortmunder Kita gewinnt bei bundesweitem „Forschergeist“- Wettbewerb

„Mein Opa war ein Maulwurf“ – das Projekt der Kita „Villa Kunterbunt“ aus Dortmund rund um das Thema „Bergbau“ wurde am Abend des 1. Juni in Berlin-Kreuzberg von Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, und den Initiatoren des Wettbewerbs, der Deutsche Telekom Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, zum Bundessieger gekürt.

Forschergeist1Berlin/Bonn, 1. Juni 2016. NRW holt den Bundessieg: Die Kita „Villa Kunterbunt“ aus Dortmund konnte mit ihrer herausragenden Projektarbeit überzeugen und ist einer von fünf Bundessiegern beim Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2016“, zu dem 605 Bewerbungen aus ganz Deutschland eingereicht worden sind. Noch eine Überraschung gab es während der feierlichen Preisverleihung im Umspannwerk in Kreuzberg: Auch einer der drei Sonderpreise geht nach NRW. Die AWO-Kindertageseinrichtung „Mäuseburg“ aus Düren überzeugte die Wettbewerbs-Jury mit ihrem Projekt zum Thema „Medienpädagogik mit dem Schwerpunkt Fotografie“ und erhielt den Sonderpreis „Medienkompetenz“, der mit 2.000 Euro dotiert ist.

Zur feierlichen Preisverleihung im Umspannwerk in Berlin-Kreuzberg waren rund 50 Erzieherinnen und Erzieher aus ganz Deutschland angereist, um als Vertreter der 16 Landessieger-Kitas um die zusätzliche Auszeichnung als Bundessieger zu fiebern. Zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft drückten ihnen die Daumen. Nach der Ehrung der 16 Landessieger auf der Bühne verkündete Staatssekretär Rachel die mit Spannung erwarteten fünf Bundessieger.

Gelebte Qualität und Kreativität in der frühkindlichen Bildung

„Naturwissenschaften, Mathematik und Technik sind ein wichtiger Teil der frühkindlichen Bildung“, sagte Forschungsstaatssekretär Rachel. „Die Projekte des ‚Forschergeist‘-Wettbewerbs zeigen, dass diese Themen überall im Alltag anzutreffen sind und das Interesse der Kinder auf sich ziehen: Es ging um den Bergbau, darum, wie man den Reifen seines Fahrrads flicken kann oder auch um den hellen Fleck an der Wand, der die Kinder faszinierte.  Ich bin sehr froh zu sehen, dass so gute frühkindliche Bildungsarbeit geleistet wird.“

„Wir konnten anhand der zahlreichen Bewerbungen sehen, dass der Geist des Forschens in Kitas im ganzen Land zu Hause ist“, sagte Professor Dr. Wolfgang Schuster, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung: „Es wird viel diskutiert, wie gute pädagogische Arbeit in Kitas aussehen kann und sollte – für den Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik haben wir durch den Wettbewerb ermutigende Beispiele gefunden, die für gelebte Qualität und Kreativität in der frühen Bildung stehen.“

 

„Erzieherinnen und Erzieher in ganz Deutschland leisten jeden Tag wertvolle Bildungsarbeit in der Kita, die wir mit dem ‚Forschergeist‘ würdigen“, sagte Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“: „Ich bin beeindruckt von den vielen großartigen Bewerbungen, durch die zum Ausdruck kommt, wie wichtig die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte ist und wie erfolgreich sie die Fragen der Kinder in den Kita-Alltag integrieren.“

Auch Nordrhein-Westfalens Familienministerin Christina Kampmann freute sich als „Forschergeist“-Botschafterin sehr über die Nachricht, dass zwei Kitas aus ihrem Bundesland ausgezeichnet wurden: „Die frühe naturwissenschaftliche, mathematische und technische Bildungsarbeit gehört für mich genauso wie Sprache, Bewegung, Medien, Gesundheit und Ernährung zu guter Bildung dazu. Kinder wachsen heute mehr denn je in einer sehr komplexen und hochtechnisierten Welt auf, die ohne naturwissenschaftliche und technische Kenntnisse manchmal schwer zu verstehen ist. Umso mehr freue ich mich, dass Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit den Kindern so tolle Projekte auf die Beine stellen.“

Die 16 Projekte der Landessieger sowie die drei Projektarbeiten der Sonderpreisträger werden als Ideen-Fundus und Inspirationsquelle für pädagogische Fach- und Lehrkräfte in einer Dokumentation veröffentlicht.

Die fünf Bundessieger und ihre Projekte:

  • „Die Kugel ins Rollen bringen: Auf die Kugel, fertig, los!“, Kita „Rheinau Nord“ aus Rastatt (Baden-Württemberg)
  • „Fahrradbau“, Kita „Girotondo“ aus Bremen-Schwachhausen (Bremen)
  • „Malen mit Naturfarben“, Komm. Kindergarten „Am Campus“ aus Michelstadt (Hessen)
  • „Mein Opa war ein Maulwurf – der Bergbau im Revier, die Arbeit und das Leben eines Bergmannes“, Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt e.V.“ aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
  • „Wo kommt der helle Punkt an der Wand her?“ Kindergarten „Wibbelstätz“ aus Hönningen/Ahr (Rheinland-Pfalz)

Die drei Sonderpreisträger:

  • Sonderpreis Beobachten und Dokumentieren: „Vom Leben eines Schmetterlings“, evangelischer Kindergarten „Hühnerfeld“ in Biberach (Baden-Württemberg)
  • Sonderpreis Kreativität: „Bau eines Krachlichtmobils“, Kita „Gleimstrolche“ (Berlin)
  • Sonderpreis Medienkompetenz: „Medienpädagogik mit Schwerpunkt Fotografie“, AWO-Kindertageseinrichtung „Mäuseburg“ aus Düren (NRW)

Der „Forschergeist“ ist ein bundesweiter Kita-Wettbewerb der Deutsche Telekom Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Gesucht und prämiert werden herausragende Projekte, die Mädchen und Jungen für die Welt der Naturwissenschaften, Mathematik oder Technik begeistert haben. Am 15. Oktober 2015 startete der Wettbewerb nach 2012 und 2014 bereits zum dritten Mal. Bis zum 31. Januar 2016 konnte sich jede Kita des Landes online bewerben.

Insgesamt haben sich 605 Kitas aus ganz Deutschland mit ihren Projekten beim „Forschergeist 2016“ beworben. Aus jedem Bundesland wurde ein Landessieger gekürt und auf einer großen Deutschland-Tour vor Ort in der Kita ausgezeichnet. Aus den 16 Landessiegern wählte die Fachjury aus Wissenschaft und Praxis nochmals fünf Bundessieger aus. Die Landessieger erhielten jeweils 2.000 Euro, jeder Bundessieger zusätzlich 3.000 Euro zur Förderung der Qualität der naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Bildungsarbeit in der Kita. Auch die Sonderpreise sind mit je 2.000 Euro dotiert.

 

Foto: Haus der kleinen Forscher / Jens Jeschke

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