Münster ruft die rEVOLution aus

140830-019-CSD_MuensterDrei Worte, Liebe (LOVE rückwärts gelesen), Evolution und Revolution, vereinen sich im Motto des diesjährigen Christopher Street Days (CSD), der am Samstag mit einer Demonstration, einem Straßenfest und einer Party begangen wurde.

„Liebe ist ein Menschenrecht“, sagte Caroline Frank, Vorstandsmitglied des CSD Münster e.V., Veranstalter des jährlichen CSD. „Die Evolution erklärt uns, woher wir kommen und wie wir uns entwickelt haben und die Revolution soll uns an unsere Ziele bringen.“ Die Ziele des Christopher Street Day sind140830-087-CSD_Muenster Akzeptanz und Gleichberechtigung von LSBTI* in allen gesellschaftlichen und rechtlichen Bereichen. Der Demonstrationstag erinnert an die Aufstände in der Christopher Street in New York im Jahr 1969, als sich nicht-heterosexuelle Menschen gegen die Polizeiwillkür erstmals zur Wehr setzten.hen und rechtlichen Bereichen. Der Demonstrationstag erinnert an die Aufstände in der Christopher Street in New York im Jahr 1969, als sich nicht-heterosexuelle Menschen gegen die Polizeiwillkür erstmals zur Wehr setzten.

In Münster wurde am 30. August ebenfalls demonstriert, da auch 2014 die Ziele noch nicht erreicht sind. Die Demonstration führte vom Hauptbahnhof in den Rathausinnenhof, wo ein Straßenfest mit vielfältigen Informations- und Aktionsständen sta140830-150-CSD_Muensterttfand. Zahlreiche Vereine und Gruppen aus Münster und NRW stellten sich und ihre Angebote vor. Die legendäre CSD-Tombola versprach grandiose Preise und spannende Aktionen wie Airbrush-Bodypainting oder Handtaschen-Zielwurf luden zum Mitmachen ein. Auch für die Kleinsten war mit Kinderschminken und einer Hüpfburg gesorgt.

Denn es sollte nicht nur erinnert, aufgeklärt und demonstriert werden, sondern auch gefeiert. Sechs Jahre ist der CSD in Münster erst jung, und trotzdem hat er sich bereits zu einem großen Event entwickelt. Das diesjährige Bühnenprogramm bot eine internationale Mischung aus Comedy, Information und Live-Musik. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Münsteranerin Lisa Feller. Sie wurde bekannt durch Fernsehsendungen wie „Schillerstraße“ oder den „Quatsch Comedy Club“ und hat ihre eigene Show im GOP Theater. Als Headliner stand das 140830-179-CSD_MuensterBerliner Elektro-Swing-Trio Dirty Honkers auf dem Plan. Ihre Show wird gerne auch als Elektro-Freakshow bezeichnet. „Rock’n’Roll is dead – long live Drag’n’Roll“, lautet das Motto der Deborah-Campbell-Band, die mit viel Gefühl und rockigen Gitarren die Bühne rockte. Etwas entspannter und grooviger ging es bei der Funk’n’Soul-Göttin Carmen Brown zu: Sie verbindet musikalisch ihre portugiesische Herkunft mit ihren mosambikanischen Wurzeln. Und schließlich schlugen Teenie-Herzen höher, als Phrasement die Bühne betraten, deren Vorbild keine Geringeren als die Beatles sind.

Der Christopher Street Day bildete den Höhepunkt eines sehr erfolgreiches zweiwöchiges Kulturprogramms, der sogenannten Pride Weeks.

Alle Infos: www.csd-muenster.de, www.facebook.com/csd.muenster.ev

140830-139-CSD_Muenster*Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.