Kampagne „bunt statt blau“ gegen Komasaufen

bunt_statt_blau_2014_Logo-1-1367018.11800 Schulen können am Plakatwettbewerb zur Alkoholprävention teilnehmen

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto starten NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens und die DAK-Gesundheit die Kampagne „bunt statt blau“ 2015 zur Alkoholprävention. Der Plakatwettbewerb für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren findet zum sechsten Mal statt. Landesweit sind die Schulen zur Teilnahme eingeladen. Hintergrund: 2013 kamen fast 5300 Kinder und Jugendliche aus NRW mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Obwohl die Zahl der Betroffenen leicht zurückging, fordern Experten weitere Aufklärung über Risiken des Rauschtrinkens.

„Es kann keine Entwarnung geben, solange bereits zehnjährige Kinder betrunken in die Klinik eingeliefert werden“, erklärt Hans-Werner Veen, Landeschef der DAK-Gesundheit in Nordrhein-Westfalen. „Wir wollen dem etwas entgegensetzen und möchten die Gelegenheit bieten, dass sich Schüler offen und ehrlich mit dem Thema Alkoholmissbrauch auseinandersetzen können. Dabei klären wir sie am besten über dessen Gefahren auf. Über die Kunst werden sie bei `bunt statt blau´ selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken – das ist das Besondere an dieser Präventionskampagne.“ Seit 2010 haben bereits 62.000 Teilnehmer Plakate zum Thema eingereicht. Zahlreiche Landesregierungen, Suchtexperten und Künstler unterstützen die mehrfach ausgezeichnete Aktion.

Schirmherrin der Aktion in NRW ist Gesundheitsministerin Barbara Steffens. „Ich bin vorsichtig optimistisch, dass unsere gemeinsamen Bemühungen bei der Alkoholprävention Früchte tragen. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen. Die Kampagne „bunt statt blau“ ergänzt die Bemühungen, die wir auf Landesebene betreiben, sehr gut“, sagt Steffens. Die Ministerin ist bereits zum fünften Mal Schirmherrin der Kampagne in Nordrhein-Westfalen. Gerade die hohe Zahl der betroffenen Mädchen bereite ihr Sorge, so Steffens. „Die Kampagne `bunt statt blau` findet daher auch im Jahr 2015 meine volle Unterstützung“, erklärte Barbara Steffens.

Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) erklärt die Mehrheit der jungen Künstler, sie hätten durch den Wettbewerb „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach ihrer Einschätzung trägt die Kampagne auch dazu bei, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen.

Nach dem Einsendeschluss am 31. März wird eine Jury den Landessieger ermitteln. Nach einer Siegerehrung wird dieses Plakat der Bundesjury vorgelegt. Neben der Bundesdrogenbeauftragten, die Schirmherrin auf Bundesebene ist, sitzt die Band „Luxuslärm“ aus Iserlohn erneut in dieser Jury, die aus den 16 Landessiegern den Bundesgewinner „bunt statt blau“ 2015 wählt. „Natürlich sind wir wieder am Start und gespannt auf die neuen Ideen“, betonen die NRW-Musiker und werben für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol. „Komasaufen ist nicht nur peinlich, sondern auch lebensgefährlich.“ Die Band appelliert an die Jugendlichen: „Etwas zu trinken, um sich Freunde zu machen, ist leider einfach nur traurig und der völlig falsche Weg.“

„bunt statt blau“ ist in den vergangenen Jahren als erfolgreiche Präventions- und Kommunikationskampagne mehrfach ausgezeichnet worden. Aktuell erhielt die Aktion den renommierten „Internationalen Deutschen PR-Preis 2014“. Informationen zum Wettbewerb 2015 gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit elf Jahren Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.

 

Quelle: DAK-GesundheitFoto: DAK-Gesundheit/iStock

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