Die Kelten zu Gast in Herne: Sonderausstellung im LWL-Museum für Archäologie zeigt Schätze aus dem Salz

Herne (lwl). Die Kelten im Ruhrgebiet: Im LWL-Museum für Archäologie in Herne können Besucher ab Samstag (23.8., bis 25.1.15) den ältesten Bergarbeitern des Kontinents (seit 5.000 v. Chr.) begegnen. Die Sonderausstellung „Das weiße Gold der Kelten – Schätze aus dem Salz“ präsentiert mit 250 Exponaten das älteste noch in Betrieb stehende Bergwerk der Welt, die Salzminen im oberösterreichischen Hallstatt.

Sonderausstellung "Das Salz der Kelten" in Herne

Tragsack aus Rinderhaut, 13. Jh. v. Chr.

Das Archäologiemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist für diese Begegnung der archäologischen Art wie geschaffen. „In unserem Ausstellungsareal unter der Erde sind zum Teil erstmals in Deutschland Funde zu sehen, die den Beginn des europäischen Salz-Bergbaus markieren“, so LWL-Direktor Matthias Löb. „Wir zeigen den Reichtum und Wohlstand der Kelten von Hallstatt, aber auch die dunkle Seite des Bergbaus damals: die harte Arbeit unter Tage, bis hin zur Kinderarbeit in der Tiefe, Unterernährung und Gelenkverschleiß.“

Die Menschen holten in Hallstatt in einem Tal hoch über dem Hallstätter See schon in der Jungsteinzeit das Salz ans Tageslicht. Die Kelten entwickelten 4.000 Jahre später ab 800 v. Chr. mit riesigen Förderhallen, die über 300 Meter tief den Salzadern folgten, den ersten industriellen Bergbau des „Weißen Goldes“. Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock: „Salz war über viele Jahrtausende der wichtigste Rohstoff, um Nahrungsmittel zu konservieren. Und es war fast so wertvoll wie Gold.“ So wie die Kohle im Ruhrgebiet das Industriezeitalter prägte, war das Salz mit diesem besonderen Fundort in den österreichischen Alpen Namensgeber für eine eigene Epoche der Menschheit: die Hallstattzeit.

Heute ist Hallstatt nicht nur ein Fundort von Weltruhm. Hier wird auch immer noch Salz gewonnen – allerdings im Laugverfahren und nicht mittels Bergbau, dafür in weitaus größeren Mengen als je zuvor.

„Mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen vermittelt diese neu konzipierte Ausstellung eine der berühmtesten Kulturen der Eisenzeit“, ergänzt Mühlenbrock. Die Kelten präsentieren sich hier auch jenseits spektakulärer Grabfunde in einem anderen Licht. Werkzeuge von der ältesten hölzernen Treppe der Welt über Leuchtspäne und lederne Tragesäcke ebneten diesem Volk den Weg zum „Weißen Gold“. Das Salz hat dabei Funde konserviert, die sonst nirgends aus dieser Zeit erhalten sind: Textilreste, Schuhe und sogar das älteste erhaltene Toilettenpapier der Welt.

Hoch über dem Hallstätter See, im Salzbergtal, liegt zudem einer der reichsten und größten prähistorischen Friedhöfe Europas. Seit den ersten Ausgrabungen im 19. Jh. sind dort 1.500 Gräber freigelegt worden, Tausende weitere schlummern noch im Boden. Glasgefäße aus Italien, Schwerter mit Einlagen aus afrikanischem Elfenbein und Bernstein von der Ostsee sowie Schmuck aus Gold zeugen von den über Tausende Kilometer reichenden Handelskontakten der Kelten. Der enorme Reichtum an Grabbeigaben ist ein Spiegel der Salzindustrie und des Salzabbaus. Die Gesamtzahl der Gräber wird auf bis zu 6.000 geschätzt.

Dieser wechselvollen Entwicklung der Hallstätter Kulturgeschichte geht die Sonderausstellung „Das weiße Gold der Kelten“ mit verschiedenen Themenbereichen auf die Spur. Als begehbare Salzblöcke gestaltete Ausstellungseinheiten beleuchten die Bergbaukultur aus unterschiedlichen Perspektiven. Neue Forschungsergebnisse fließen in die Präsentation mit Originalobjekten, Videoinstallationen und Multimedia-Shows ein.

Die Sonderausstellung wurde erstellt vom Naturhistorischen Museum Wien in Zusammenarbeit mit „MuseumsPartner“. Ein museumspädagogisches Programm begleitet die Besucher bei ihrer Zeitreise.

Meisterstück aus Bronze entdeckt im weißen Gold

Es ist eines der eindrucksvollsten Funde des Gräberfeldes von Hallstatt in Österreich: ein bronzenes Gefäß, um 600 v. Chr. hergestellt, mit einem Henkel in Form einer Kuh, der ein Kälbchen auf dem Hufe folgt. Das Gefäß ist ein Glanzstück der Sonderausstellung „Das weiße Gold der Kelten – Schätze aus dem Salz.“

Das Schöpfgefäß aus Bronze wurde bereits 1858 in einem Frauengrab gefunden. „Aufgrund seines Materials und der darauf abgebildeten Symbole war es sicherlich kein Alltagsgegenstand, sondern ein Zeremonialgefäß. Wissenschaftler vermuten, dass es die Grabbeigabe einer Priesterin war“, so Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock.

2010 wurde bei weiteren archäologischen Ausgrabungen auch noch ein zweites Kuh-Kälbchen-Gefäß entdeckt. Die religiösen Symbole auf den Gefäßen, Sonnenzeichen und Vogelbarken, geben einen Einblick in die Vorstellungswelten der Kelten der Hallstattzeit.

Hoch über dem Hallstätter See, im Salzbergtal, liegt einer der reichsten und größten prähistorischen Friedhöfe Europas. Seit den ersten Ausgrabungen im 19. Jahrhundert sind dort 1.500 Gräber freigelegt worden, Tausende weiterer schlummern noch im Boden. Der enorme Reichtum an Grabbeigaben ist auf die dortige Salzindustrie und den Salzabbau im ältesten Bergwerk Europas, das noch in Betrieb ist, zurückzuführen und war namengebend für eine ganze Kulturepoche: Die frühe Eisenzeit Europas, das 8. bis 6. Jahrhundert v. Chr., wird nach dem weltberühmten Gräberfeld „Hallstattzeit“ genannt.

Zwar ist ein Großteil der Gräber sehr üppig ausgestattet, dennoch sind ihnen auch soziale Unterschiede der Hallstattkultur abzulesen. Besonders reiche Beigaben finden sich bei den Überresten von Brandbestattungen. Körpergräber hingegen sind eher weniger reich ausgestattet. Die jüngsten Forschungen ergaben eine extrem hohe Gesamtzahl der Gräber – sie wird auf bis zu 6.000 geschätzt.

„Global Village“ vor 2.500 Jahren
Exotische Beigaben in den Gräbern am Salzberg belegen intensive Kontakte des entlegenen Bergortes zu fernen Regionen – Hallstatt scheint ein „global village“ der Alpen gewesen zu sein. Der Salzhandel erlaubte es einer ganzen Dorfgemeinschaft, sich Dinge zu leisten, die andernorts nur in Prunkgräbern oder Fürstenbestattungen zu finden sind: Glasgefäße aus Italien, Waffen aus Bronze mit Verzierungen aus afrikanischem Elfenbein und Bernstein von der Ostsee sowie kostbarer Goldschmuck.

Eine Wurzel als Zeuge von Katastrophen

Das Ende kam vor über 3.000 Jahren von oben: Felsstürze und Erdrutsche brachten Hänge, so groß wie Fußballfelder, langsam zum Rutschen. Bis zu zehn Meter hohe Erdmassen, Wurzeln und ganze Bäume wälzten sich talwärts, drangen ins Bergwerk ein und verschlossen die Stollen für immer. Alle prähistorischen Schächte sind bis heute mit Material von der Oberfläche verfüllt.

So fand der Bergbau zum ersten Mal in der Bronzezeit im Jahr 1.245 v. Chr. ein jähes Ende. Ein Nachweis dafür findet sich in einem Wurzelstock, den ein Schuttstrom 100 Meter tief in den Berg transportierte. Bis heute, mehr als 3200 Jahre später, sind zwischen seinen Wurzeln Humusreste von der Oberfläche zu finden.

Erst 400 Jahre später ist ein erneuter Bergbau nachweisbar. Die nächste große Krise ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Im 4. Jahrhundert v. Chr. zerstörte ein Schuttstrom das Bergwerk komplett und verschüttete weite Teile des Salzbergtales. Dieser Katastrophe fiel auch der „Mann im Salz“ zum Opfer, der 1734 von Bergleuten entdeckt wurde. Einen zweiten Neubeginn wagten die Kelten im 2. Jahrhundert. v. Chr. Sie verlegten den Bergbau in geschützte höhere Lagen. Bis heute ereignen sich in der Region Felsstürze und Murenabgänge.

Hoch über dem Hallstätter See, im Salzbergtal, liegt einer der reichsten und größten prähistorischen Friedhöfe Europas. Seit den ersten Ausgrabungen im 19. Jahrhundert sind dort 1.500 Gräber freigelegt worden, Tausende weiterer schlummern noch im Boden. Der enorme Reichtum an Grabbeigaben ist auf die dortige Salzindustrie und den Salzabbau im ältesten noch in Betrieb stehenden Bergwerk Europas zurückzuführen und war namensgebend für eine ganze Kulturepoche: Die frühe Eisenzeit Europas, das 8. bis 6. Jahrhundert v. Chr., wird nach dem weltberühmten Gräberfeld „Hallstattzeit“ genannt.

Winzige Kopfbedeckungen und Kinderarbeit: Bergbau bei den Kelten war kein Vergnügen

Kopfbedeckungen unter Tage sind Pflicht, nicht nur im Steinkohlebergbau. Auch im ältesten noch genutzten Salzbergwerk der Welt in Hallstatt gingen die ersten Bergleute gut behütet in die Stollen, um das wertvolle Salz abzubauen. Ob mit Zipfelmütze oder heute noch modischem Barett: Fell schützte das Haupt in mehreren Hundert Metern Tiefe vor Staub, untertägigem Wetter und anderem Ungemach – und war auch im Alltag Mode.

In der Sonderausstellung „Das weiße Gold der Kelten – Schätze aus dem Salz“, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab dem 23. August in seinem LWL-Museum für Archäologie in Herne zeigt, tun sich aus heutiger Sicht schockierende Einblicke in den Arbeitsalltag der keltischen Bergleute auf: Offenbar war die ganze Familie unter Tage im Einsatz.

Davon zeugt ein Kinderbarett, das erstmals in Deutschland zu sehen ist. Unter den rund 250 Exponaten erzählt dieses vom Salz besonders gut konservierte Fundstück eine aus heutiger Sicht erschütternde Geschichte. Ganz offensichtlich haben die Menschen, die in den Stollen des Salzbergwerkes von Hallstatt (Österreich) das begehrte Kristall zu Tage förderten, auch ihre Kinder mit in die Tiefe genommen.

Das winzige Barett, das in einem der sechs verschiedenen Themen-„Salzblöcke“ ausgestellt ist, passt einem Säugling im Alter von drei bis sechs Monaten. Es wurde in über 100 Metern Tiefe gefunden und ist 2.500 bis 2.800 Jahre alt. Weitere ausgestellte Fundstücke aus den Jahrtausende alten Stollen wie abgenutzte Schuhe in Kindergrößen zeigen, dass die Bewohner von Hallstatt bereits in frühester Kindheit mit der harten Arbeit in dem Bergwerk begannen. Kinder hatten auch für die Beleuchtung unter Tage zu sorgen. Darauf deuten die Reste von Leuchthölzern, an deren Ende sich häufig Bissabdrücke von Kindern erhalten haben. Kinder hielten diese prähistorischen Fackeln mit dem Mund, damit sie die Hände frei hatten, um Lasten zu tragen. Wissenschaftler haben auch das riesige Gräberfeld von Hallstatt untersucht, auf dem die Bergarbeiterfamilien über Generationen ihre Verstorbenen bestatteten. An 29 der dort geborgenen Kinderskelette zeigen sich deutliche Abnutzungsspuren an den Halswirbeln. Das belegt, dass bereits Achtjährige schwere Lasten am Kopf oder mit einem Stirnband tragen mussten. Mehr noch: Ein Kinderzahn aus dem Gräberfeld, der ebenfalls in der Sonderausstellung zu sehen ist, hat einen stark unterwickelten Zahnschmelz. Das deuten die Wissenschaftler als Zeichen für eine schwere Krankheit oder Unterernährung. Die Arbeit im Salzbergwerk von Hallstatt verlangte demnach den Kindern alles ab und war extrem hart.

Aber auch die Erwachsenen hatten im Berg Schwerstarbeit zu leisten. Eine Studie an 215 Skeletten des Gräberfeldes belegt, dass die Knochen bei jüngeren und älteren Menschen, bei Frau und Mann hochgradig strapaziert waren. So sehr, dass die Knochen an den Muskelansatzstellen verändert und die Gelenke abgenutzt waren. Diese Spuren verraten, dass die Frauen die schweren Transportarbeiten übernahmen, während die Männer mit dem Pickel arbeiteten und den Abbau vorantrieben.

Vom ältesten erhaltenen Toilettenpapier und der Notdurft der keltischen Bergleute

Was tun, wenn ein Bergmann mehrere hundert Meter unter Tage tief im Inneren eines Berges ein „großes Geschäft“ zu erledigen hat und die Erfindung des Aborts geschweige denn des Wasserklosetts noch tausende Jahre entfernt ist? Die Kelten von Hallstatt behalfen sich im ältesten noch genutzten Salzbergwerk Europas offenbar mit der Natur. Auch solche im wahrsten Sinne tiefen Einblicke in die Bergbaukultur hält die Sonderausstellung „Das weiße Gold der Kelten – Schätze aus dem Salz“ bereit. Unter den rund 250 Exponaten finden sich die Vorläufer des modernen Toilettenpapiers und ein Erfindungsreichtum, der auch der Bergbaukultur des Ruhrgebiets vertraut sein dürfte. Das zeigen auch neue Forschungsergebnisse, die hier präsentiert werden.

Im Betriebsabfall der keltischen Stollen in Hallstatt häufen sich jedenfalls die Funde von Pestwurzblättern, die vom Salz perfekt konserviert wurden. Viele von ihnen sind mit Baststreifen zu Bündeln zusammengebunden. Die Wissenschaftler haben sich intensiv mit dieser Pflanze, die heute noch weit verbreitet ist und gern Verwendung als Heilmittel findet, beschäftigt. Auch wenn ihre Funktion in den bis zu 300 Meter tiefen Schächten in Hallstatt noch nicht endgültig geklärt ist: Ihre Verwendung im Zusammenhang mit der untertägigen Notdurft ist wahrscheinlich. Das zeigen nicht nur menschliche Exkremente, die man an den krautigen Blättern gefunden hat. Die Pestwurz birgt auch Inhaltsstoffe mit verblüffender Wirkung.

Die Ernährungsweise war vor über 2600 Jahren deutlich anders als heute. Von Lebensmittelhygiene war weit und breit keine Spur. Nicht selten wimmelte es deshalb in manchem Gedärm von verschiedenen Arten von Würmern – etwa durch den Genuss von rohem Fleisch. Die Pestwurz hielt Linderung für das strapazierte Gesäß bereit: Ihre Blätter verfügen über antiseptische Wirkung und mindern die Pein bei Befall durch Darmparasiten. Auch als Wundauflagen waren sie deshalb begehrt. Beides war bei der schweren Arbeit im Salzabbau unter Tage damals an der Tagesordnung.

Wertvoll sind aber auch die Exkremente der Menschen, die Archäologen in den Stollen von Hallstatt entdeckt haben. Auch hier kennt die Wissenschaft Mittel und Wege, um aus den organischen Resten Rückschlüsse auf der Ernährung der Kelten zu ziehen. Das Ergebnis: Die Menschen haben sich denkbar einfach ernährt. Getreide, Sammelobst, Früchte und Fleisch füllten die Speisetafel. Das wichtigste Getreide war die Gerste, auch Hirse, Saubohnen und Linsen waren wichtige Eiweißlieferanten. Essensreste an hölzernen Kochlöffeln und andere Utensilien, die im Bergwerk in Hallstatt entdeckt wurden, zeigen: Die Mahlzeiten der keltischen Bergleute wurden unter Tage zubereitet.

Mit der ältesten Stiege der Welt in Herne zum „Weißen Gold der Kelten“ absteigen

Hallstatt ist, inmitten der atemberaubenden Landschaft der österreichischen Alpen, nicht nur ein archäologischer Fundplatz von Weltruhm, sondern auch Weltkulturerbe, ein einzigartiges, vom Salz geformtes Stück Natur, das 7.000 Jahre Menschheitsgeschichte in sich trägt. Mit ausgeklügelter Technik und Logistik bauten die Bergleute den Bodenschatz ab, der damals so kostbar war wie Gold, und verhandelten ihn quer durch Europa. Doch katastrophale Erdrutsche mit gewaltigen Schlammlawinen verschütteten die prähistorischen Stollen. Dies war Glück im Unglück: Das Salz konservierte eine Vielzahl von Ausrüstungsgegenständen, die vom beschwerlichen Leben der Bergleute zeugen, Tragesäcke aus Leder, Leuchtspäne aus Tannenholz und die älteste Stiege der Welt.

Die hölzerne Treppe, mit der die Bergleute in die Tiefe der Schächte in Hallstatt vordrangen, ist eines der ungewöhnlichsten Ausstellungsstücke der Sonderausstellung. Die Stiege, die erst 2003 in einem Hohlraum in 100 Metern Tiefe entdeckt wurde, musste unter großem Zeitdruck geborgen werden. Denn der Druck der umgebenden Bergmassen drohte die Kammer zu zerstören. Die Treppe ist in mehrfacher Hinsicht eine Sensation: Modernste naturwissenschaftliche Methoden der Dendrochronologie haben ermittelt, dass das verwendete Holz 1344 und 1343 v. Chr. geschlagen wurde.

Auch technisch ist die Stiege eine Meisterleistung. „Sie lässt sich nach einem Baukastensystem in Einzelteile zerlegen und damit problemlos transportieren“, ist Museumsleiter Dr. Josef Mühlenbrock begeistert. Noch nie ist diese Stiege in Deutschland gezeigt worden. In der Ausstellung in Herne sind erstmals Teile der Stiege im Original und die gesamte Treppe als begehbare Rekonstruktion zu sehen.

An ihr können die Ausstellungsbesucher auch eine weitere besondere Eigenschaft mit eigenen Augen erkunden: Die Neigung der einzelnen Stufen ist verstellbar und passt sich den unterschiedlichen Bedingungen im Berg an. Die Trittbretter sind nämlich nicht fest fixiert, sondern drehbar und nur mit Hilfe von Distanzbrettern befestigt. Mehr noch: Die ganze Konstruktion ist verlängerbar, Teile können bei Bruch ausgetauscht werden. Insgesamt hat die Stiege eine Auftrittsbreite von 1,20 m und ermöglichte damit den Transport von schweren Gegenständen – auch im „Gegenverkehr“.

Termin:
Sonderausstellung „Das weiße Gold der Kelten – Schätze aus dem Salz“ vom 23. August bis 25. Januar 2015 im LWL-Museum für Archäologie in Herne.
Ausstellungseröffnung am Freitag, 22. August 2014, um 17 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder und Jugendliche 3 Euro.

LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Telefon 02323 94628-0

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